Schaufenster d. Westens

In unserem Schaufenster des Westen möchten wir Ihnen regelmässig Unternehmen, Vereine und Kirchen aus unserem Bürgervereinsgebiet vorstellen. Auf der nachfolgenden Landkarte sehen Sie, wo sich diese jeweils befinden und einen Kurzbeschreibung. Hierzu fahren Sie mit dem Mauszeiger bitte auf den jeweiligen Punkt.
Wenn Sie den ganzen Text lesen möchten, srollen Sie bitte nach der Karte nach unten. Dort finden Sie dann die jeweilige Beschreibung.

Schaufenster des Westens
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Die ARD.ZDF medienakademie

Was sie ist und was sie leistet:
Die ARD.ZDF medienakademie ist das zentrale Fortbildungsinstitut für ARD und ZDF in Nürnberg. Sie liegt relativ versteckt im Park des Studio Franken in der Wallensteinstraße. Was die wenigsten wissen: Mit jährlich 2.500 Seminaren und ca. 20.000 Teilnehmern zählt sie europaweit zu den größten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen im Medienbereich.
Im modern und technisch hochwertig ausgestatteten Trainingszentrum befinden sich Fernseh- und Tonstudios, ein Radiozentrum und zahlreiche Seminar- und Übungsräume. Durchschnittlich 2-3 Tage bleiben die Seminarteilnehmer aus ganz Deutschland in Nürnberg, um sich beruflich fortzubilden. In Spitzenzeiten trainieren und lernen in bis zu 15 gleichzeitigen Seminaren und Trainings mehr als 150 Seminarteilnehmer in der Wallensteinstraße. Viele kommen regelmäßig, um mit der rasanten technischen Entwicklung im Bereich der audio-visuellen Medien Schritt zu halten. Das Angebot an Seminarthemen ist vielfältig. Abgedeckt werden sowohl die technischen Aspekte von Fernsehen, Hörfunk und neuen Medien als auch journalistische Themen. Von Grundlagen der Fernsehtechnik und Hörfunkproduktion bis zu Moderatoren-Trainings und Videojournalismus-Seminaren ist also alles dabei. Auch sogenannte Soft-Skills können erlernt werden, z. B. in Seminaren zu Kommunikationstechniken oder zur Persönlichkeitsentwicklung. Wer sich ein Bild vom kompletten Angebot der ARD.ZDF medienakademie machen möchte, kann unter www.ard-zdf-medienakademie.de die Website der Akademie durchstöbern oder sich gleich das aktuelle Seminarprogramm herunterladen.
Rund die Hälfte der Seminare findet am Standort Nürnberg statt. Die andere Hälfte wird vor Ort, in Tagungs-, Rundfunk- und Medienhäusern überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz trainiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, immer häufiger zählen aber auch private Anbieter und Firmen zu den Kunden. Denn als gemeinnützige GmbH bietet die ARD.ZDF medienakademie ihre Dienstleistungen für jeden Interessenten an, die Trainings können also auch von Einzelpersonen und Gruppen außerhalb der Rundfunkanstalten gebucht werden.
Insgesamt 60 fest angestellte Mitarbeiter/innen unterstützen den Seminarbetrieb an den beiden Standorten Nürnberg und Hannover. Das umfangreiche Trainernetzwerk der Medienakademie umfasst ca. 500 freie Trainer/innen, so dass über alle Sparten und Gewerke des Rundfunks geschult werden kann.
Gegründet wurde die ARD.ZDF medienakademie im Jahr 2007 als Tochtergesellschaft von ARD, ZDF und der Deutschen Welle. Sie ging aus dem Zusammenschluss der beiden Vorgängerinstitutionen „srt – Schule für Rundfunktechnik“ und „ZFP – Zentrale Fortbildung für Programm-Mitarbeiter“ hervor und wird von Dr. Stefan Hanke geleitet. Beide Unternehmen wurden von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland seinerzeit mit dem Ziel gegründet, umfassende Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gründer zu entwickeln und durchzuführen. Dieser Tradition ist die ARD.ZDF medienakademie bis heute verpflichtet.
So übernimmt die ARD.ZDF medienakademie in Kooperation mit der Martin-Segitz-Berufsschule in Fürth seit einigen Jahren den praktischen Teil der Beschulung der Auszubildenden aus ganz Bayern, die den Beruf des Mediengestalters Bild und Ton erlernen. Und jedes Jahr im Juli kommen Nachwuchsjournalisten aus ganz Deutschland zum „Stadtradio Nürnberg“. Die Volontärinnen und Volontäre gestalten und produzieren im Verlauf eines 14-tägigen Projekts ein Radioprogramm, das in der zweiten Veranstaltungswoche aus den Räumen der Medienakademie gesendet wird. Zu hören ist es dann auf der Frequenz 106,5 MHz.
Mit dem benachbarten Studio Franken des BR und der Rundfunk-Betriebstechnik, die sich ebenfalls auf dem Gelände befindet, wird projektweise zusammengearbeitet. Jedes Jahr sind alle drei Einrichtungen am Tag der offenen Tür im Rahmen der Reihe „Sommer im Park“ der Öffentlichkeit zugänglich. Vielleicht finden Sie beim nächsten Mal die Zeit, bei uns hereinzuschauen? Wir würden uns freuen!

Kontaktdaten:
E-Mail: info@ard-zdf-medienakademie
Tel.: 0911 / 9619-0 (Gedruckt: 01/2012)


Die Thomasgemeinde - Evangelisch im Westen der Stadt

„Evangelisch-Lutherische Thomaskirche, Großreuth bei Schweinau“ steht auf dem Dienstsiegel unserer Thomasgemeinde. Die Wirklichkeit unserer Kirchengemeinde wird dadurch aber nur ungenügend abgebildet. Mehrere Stadtteile im Westen der Stadt, Großreuth, Kleinreuth, Schweinau und Sündersbühl berühren unser Gemeindegebiet.

Ein Blick zurück:
Zwar steht die Thomaskirche seit 1931 im Herzen des „Dorfes Großreuth“. Rundherum machten sich die letzten Jahre und Jahrzehnte aber immer mehr städtische Wohn- und Gewerbegebiete breit. Seit 1928 gehörte die Thomaskirche zusammen mit der benachbarten Stephanuskirche in Gebersdorf zu einer Kirchengemeinde. Damals war diese vom Dekanat Fürth aus gegründet worden. Zunächst war der Bau einer großen gemeinsamen Kirche an der Hügelstraße beim Birnbaum geplant. Aus heute nicht mehr ganz nachvollziehbaren Gründen kam es dann aber anders. So weihten beide Gemeindeteile im Dezember 1931 je eine eigene Kirche ein.
Während der folgenden Jahrzehnte gehörten beide Gebiete zu einer Kirchengemeinde mit zwei Kirchen. Beide trennten sich erst in den 60er Jahren und wurden selbständig. Die Verbindung ging jedoch nie ganz verloren und hat sich in den letzten Jahren wieder deutlich intensiviert:

  • Der gemeinsame Diakonieverein bestand alle Jahre hindurch; bis in die 90er Jahre wurde die häusliche Krankenpflege durch diesen Diakonieverein selbst organisiert. Später tat man sich dann zu immer größeren Pflegebündnissen zusammen - inzwischen ist daraus das „DiakonieTeam Noris“ entstanden, durch das große Bereiche der Innenstadt und des Westens von Nürnberg pflegereisch versorgt werden. Unser Diakonieverein unterstützt das DiakonieTeam Noris nach wie vor inhaltlich und finanziell.
  • Seit einigen Jahren planen und verantworten wir unsere Kinder- und Jugendarbeit wieder zusammen mit Stephanus. Hauptamtliche Unterstützung erhält unsere Jugend durch die Evangelische Jugend Nürnberg und Jugenddiakon Armin Röder, der allerdings neben der Begleitung unserer Jugendarbeit noch viele andere Aufgaben erfüllen muss. Durch personelle Kürzungen bei den Hauptamtlichen wurden unsere jungen, ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die letzten Jahre immer mehr in die Verantwortung genommen. Kindergruppen, Angebote für Teens und Jugendliche, verschiedene Freizeiten, Kinderbibeltage, regionale Events, und Angebote für Konfirmanden bilden ein rundes Ganzes für unsere jungen Gemeindeglieder.
  • Seit einigen Jahren werden die Gottesdienste in Stephanus und Thomas gemeinsam geplant, koordiniert und teils auch miteinander durchgeführt.
  • Seit 2006 geben wir unseren Gemeindebrief zusammen mit der Stephanuskirche heraus. Termine und Veranstaltungen werden miteinander geplant. Wo es geht, nutzen wir auch sonst die Möglichkeit zur Zusammenarbeit. Wir haben entdeckt, dass unser Gemeindeleben durch dieses Zusammenwirken bereichert wird.

Die Gemeindegliederzahl der Thomaskirche hat sich die vergangenen Jahre nur wenig verändert. In den 80er Jahren lag sie mal in der Größenordnung von 3.300, seit 1999 bewegt sie sich stets zwischen 2.900 und 3.000. Dies liegt auch daran, dass auf unserem Gemeindegebiet immer wieder neue Baugebiete erschlossen wurden. Viele junge Familien sind in den letzten Jahren zugezogen - es gibt wieder mehr Kinder bei uns, denen wir eine kirchliche Heimat anbieten.

Was uns reich macht - unsere MitarbeiterInnen
Wie gesagt: Das Leben unserer Thomasgemeinde wird ganz wesentlich durch unsere aktiven Gemeindeglieder geprägt und gestaltet. Das haupt- bzw. nebenamtliche Team ist die letzten 10 Jahre stark geschrumpft - beim Hausmeister und im Pfarrbüro mussten Stunden reduziert werden, ebenso im Bereich der Jugendarbeit. Eine halbe Stelle in der Seniorenarbeit musste ganz wegfallen. Seit April 2007 ist ½ von 1,5 Pfarrstellen nicht besetzt.
Die Zahl der Ehrenamtlichen ist die letzten Jahre jedoch ähnlich stark geblieben. Zurzeit sind es über 150 Menschen, die das Leben unserer Gemeinde mitgestalten. Nur deshalb gibt es bei uns ein so buntes, vielfältiges Angebot für Menschen aller Generationen.
Den Bereich der Kinder- und Jugendarbeit habe ich bereits beschrieben. Daneben gibt es ein vielfältiges Angebot im Bereich der Gottesdienste: Neben dem „normalen“ sonntäglichen Gottesdienst werden auch Gottesdienste für Familien, für Eltern mit Krabbelkindern, für die Kinder der Dunantschule zusammen mit den katholischen und evangelischen Lehrerkollegen aus der Schule gestaltet. Viele andere Gottesdienste werden dabei auch zusammen mit der katholischen Nachbargemeinde St. Lioba / St. Bonifaz „ökumenisch“ gefeiert.
Unsere Angebote für Senioren und die Eine-Welt-Arbeit gestalten wir auch gemeinsam mit St. Lioba. Die Grenzen sind dabei in den letzten Jahren sehr durchlässig geworden - ich freue mich, dass vielleicht 10 % unserer Ehrenamtlichen katholische Christen sind.
Familien sollen bei uns an der Thomaskirche auch ihren Platz finden. Aktuell gibt es bei uns vier Mutter-Vater-Kind Gruppen und ich bin dankbar dafür, dass sie immer wieder wichtige Akzente bei uns setzen. In diesem Bereich „leidet“ unsere Gemeinde aber daran, dass wir keine eigene Kindertagesstätte haben. Wir hoffen, dass sich in den nächsten Jahren durch die Erschließung weiterer Baugebiete hier noch einmal eine Möglichkeit eröffnet, die Trägerschaft für eine „KiTa“ zu übernehmen.
Einen wesentlichen Dienst tun in unserer Gemeinde auch diejenigen, die mit großem Einsatz kranke Menschen und Jubilare besuchen. Ab dem 70. Geburtstag wird jedes Gemeindeglied durch unseren Besuchsdienst jährlich besucht. Ich glaube, es gibt nur noch sehr wenige Stadtgemeinden, in denen das so geschehen kann. Kranke und sterbende Menschen werden im Rahmen unserer Möglichkeiten durch eine ehrenamtliche ausgebildete Trauerbegleiterin oder durch mich besucht und begleitet. Die Kirchenmusik hat in den letzten Jahren bei uns einen zunehmend wichtigen Platz eingenommen. Seit ein paar Jahren bietet unser Posaunenchor eine Jungbläserausbildung an, die großen Zuspruch findet - um die Zukunft unseres Posaunenchores ist mir auch deshalb nicht bange, weil ich das Gefühl habe, dass hier der Generationswechsel gelingt.
Ebenso hoffnungsvoll verläuft die Entwicklung unserer Vokalchöre. Aus einem kleinen Chor sind seit 2002 vier Chöre entstanden: Ein Vorschulchor, ein Kinderchor der Jugendchor sowie der Erwachsenenchor beleben unsere Gemeinde ungemein. Der Jugendchor hat inzwischen schon zwei Musicalprojekte absolviert und ist gerade bei der Neukonzeption eines weiteren, diesmal völlig selbst entwickelten Projektes. Der ThomasChor - ein Chor mit Sängern und Sängerinnen zwischen 22 und 58 Jahren - hat vor einigen Wochen auch eine Trommelgruppe gestartet: Das gesungene, geblasene und getrommelte Lob Gottes findet also reichlich Raum unter uns.

Was uns erwartet.
Geleitet wird die Thomasgemeinde durch ihren Kirchenvorstand - ein Gremium von acht gewählten sowie zwei berufenen Gemeindemitgliedern und den in der Gemeinde tätigen Pfarrern oder Pfarrerinnen. Ich bin als geschäftsführender Pfarrer zwar auch Vorsitzender des Kirchenvorstands. Alle wesentlichen Entscheidungen für das Leben an Thomas werden aber in der Mehrheit von Ehrenamtlichen getroffen. Und anders als z.B. in der katholischen Kirche, müssen grundlegende Entscheidungen auch von uns selbst getroffen werden, weil die Kirchenleitung sie nicht für alle Gemeinden treffen darf und kann. So müssen wir im Kirchenvorstand zurzeit prüfen, ob und wie wir die Gebäude unserer Gemeinde in Zukunft erhalten können. Ihre Finanzierung wurde uns nämlich in den letzten Jahren von der Kirchenleitung zu weiten Teilen übertragen. Viele Kirchengemeinden in Bayern mussten deshalb Gebäude verkaufen oder abreißen. Da wir in Thomas aber nur über drei Gebäude verfügen, die alle regelmäßig genutzt werden, ist für uns eine Reduktion nicht möglich.
Seit Jahren schon beschäftigt sich der Kirchenvorstand mit der Frage einer vertieften Zusammenarbeit mit der Stephanusgemeinde. Warum sollen zwei Gemeinden mit denselben Wurzeln und einer gemeinsamen Geschichte ihre Belange nicht gemeinsam regeln können? Vielen Gemeindegliedern allerdings bereitet die Vorstellung, dass unsere Selbständigkeit eingeschränkt oder aufgegeben wird, große Probleme. Von Seiten der Kirchenleitung gibt es für eine solche Entscheidung bisher allenfalls Empfehlungen.

Wie wird es mit uns weitergehen?
Was wird aus der Thomaskirche und der Kirche überhaupt?
Mich bewegt diese Frage allerdings auch. Insbesondere deshalb, weil ich weiß, dass von unseren Entscheidungen heute und in nächster Zeit ganz viel abhängt. Was mir aber am Ende wieder ganz viel Gelassenheit gibt, ist die Gewissheit, dass wir die wesentlichen Dinge ohnehin selbst nicht machen oder entscheiden können. Unsere Thomasgemeinde ist Teil der weltweiten Kirche Jesu Christi, die aus den Menschen gebaut ist, die ihr Leben Jesus Christus anvertrauen. Diese Kirche aber wird immer Bestand haben, weil sie nicht von unserem Tun abhängt, sondern durch den Geist Gottes getragen wird.

Thomas Braun, Pfarrer (gedruckt 04/2011)

Stadtteilbeamte der PI Nürnberg-West stellen sich vor

Der Streifenbereich der PI Nürnberg-West, im Norden beginnend in Reutles und Kleingründlach bis in den Süden nach Röthenbach und Eibach ist in vier Streifenbereiche unterteilt. Der Abschnitt 1 umfasst den kompletten Norden bis zur Pegnitz. Dort beginnt der Abschnitt 2 mit südlicher Grenze Frankenschnellweg. Nun bewegen wir uns in dem für Sie zuständigen Abschnitt 3, mit westlicher Grenze Fürth, südlicher Grenze Südwesttangente und östlicher Abschnittsgrenze dem Bahndamm Schweinau. Der Abschnitt 4 umfasst der Vollständigkeit halber den Bereich bis nach Stein, Eibach und das Hafengebiet.

In allen unseren Abschnitten sind im Streifendienst besonders qualifizierte, orts- und szenekundige Stadtteilbeamte tätig. Diese Kolleginnen und Kollegen arbeiten besonders eng mit der Dienststellenleitung und unserem Sachbereich Einsatz zusammen. Sie bearbeiten u. a. die an die Dienststelle heran getragenen Bitten und Beschwerden aus der Bevölkerung und halten somit den persönlichen Kontakt aufrecht.

Die Stadtteilbeamten sind unter der Rufnummer der PI West, 6583-0 i.d.R. zu jeder Tageszeit erreichbar. Natürlich ist es möglich, dass die Auftragslage die sofortige Beantwortung einer Anfrage nicht zulässt. In solchen Fällen können wir Ihnen einen Rückruf seitens der PI Nürnberg-West zusichern. Die abgebildeten Beamtinnen und Beamten sind für ihren Stadtteil zuständig.

Mit freundlichen
Grüßen
Regor Knauer
Sachbereich Einsatz (Gedruckt: 04/2008)

Technisches Hilfswerk Ortsverband Nürnberg Seit dem Jahr 2004 ist das Nürnberger THW im Tillypark Nr. 200 angesiedelt. Mit der Fusion der beiden Ortsverbände Nürnberg-Nord und Nürnberg-Süd wurde der größte und modernste bayerische Ortsverband installiert. Derzeit versehen 210 Frauen und Männer ihren Dienst beim Nürnberger THW. Besonders stolz sind wir auf unsere Jugendgruppe, die derzeit 40 Junghelferinnen und Junghelfer im Alter von 10 bis 17 Jahren umfasst. Diese sind eine wichtige Stütze für die Helfergewinnung des THW.

Das Technische Hilfswerk ist eine Bundesanstalt und direkt dem Bundesinnenministerium unterstellt. In Deutschland sind in über 660 Ortsverbänden über 80.000 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich (also neben ihrem Beruf) engagiert. Hauptaufgabe des THW ist die Unterstützung bei großen Schadensereignissen und Katastrophen. So waren auch Helfer des Nürnberger THW bei der Unwetterkatastrophe im Landkreis Erlangen-Höchstadt und hier hauptsächlich in Baiersdorf tätig.

In Nürnberg wird das THW sehr intensiv von der Berufsfeuerwehr eingesetzt. So wurde z.B. beim Großbrand des Schweinauer Sportheimes Einheiten und schweres Gerät des THW angefordert. Zusammen mit den Kollegen der Feuerwehr wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und mit schwerem Gerät, dem Radlader das Brandgut zum Ablöschen auseinandergezogen.
Aber auch im kulturellen Bereich ist das THW Nürnberg tätig. So werden zahlreiche Veranstaltungen mit Manpower und Technik unterstützt. Hierzu gehören z.B. der Faschingszug, das legendäre „Norisringrennen“, das Volksfest, das Radrennen im September und das Nürnberger Altstadtfest.

Wir möchten uns in diesem Jahr wieder einmal der Bevölkerung und vor allem unseren Nachbarn im Tillypark präsentieren. Hierzu laden wir am 17. und 18. Oktober 2009 alle ganz herzlich ein, das Nürnberger THW einmal aus der Nähe kennen zu lernen. Wir präsentieren hier unsere Fahrzeuge und unsere Technik, auch für die Kinder wird durch unsere Jugendgruppe Interessantes zum Mitmachen und viel Unterhaltung geboten.

Peter Brandmann (Ortsbeauftragter)
Wer sich für unsere Arbeit interessiert kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen: Technisches Hilfswerk
Ortsverband Nürnberg
Tillypark 200
90431 Nürnberg
Tel.: 0911/5430722
www.thw-nuernberg.de (Gedruckt: 01/2009)

Die Alevitische Gemeinde Nürnberg e.V.

Im Gebäude Rehdorfer Straße 6 arbeitete einmal die Firma Sichert Werkzeugbau. Seit einiger Zeit befindet sich das Kulturzentrum der Alevitischen Gemeinde Nürnberg in den Räumen des ehemaligen Gewerbebetriebs.

Die Aleviten sind die zweitgrößte Religionsgruppe in der Türkei und werden oft als „weltlicher“ Islam bezeichnet. Die größte Glaubensgruppe bilden in der Türkei die sunnitischen Muslime. Mit dem Tod des islamischen Propheten MOHAMMED im Jahr 632 begann die Spaltung des Islam in Sunniten (Sunna = Taten und Aussprüche MOHAMMEDS) und Schiiten als „Anhänger ALIS“ (arabisch „Schiat Ali“). ALI war der Vetter, Adoptivsohn und gleichzeitig Schwiegersohn des Propheten. Er wurde von den Schiiten als der rechtmäßige Nachfolger des Propheten ausgerufen. Die Aleviten entstammen den Schiiten, haben aber mit dieser Glaubensrichtung, die viele von uns aus dem Iran kennen, wenig zu tun. Denn die Aleviten verfahren mit den religiösen Vorschriften sehr liberal. Sie bekennen sich zum Islam, beachten aber die „fünf Säulen“ der Lehre wenig (Ablegung des Glaubensbekenntnisses, fünfmaliges Gebet am Tag, Abgabe eines bestimmten Vermögensanteils, Fasten im Monat Ramadan, Wallfahrt nach Mekka). Sie legen den Koran nicht nach den Buchstaben aus sondern deuten ihn mystisch. Deshalb ist der Koran für sie kein Gesetzbuch, sondern die Niederschrift von Offenbarungen. Der Mensch, der im Zentrum ihrer Frömmigkeit steht, soll nicht Sklave Gottes sein, sondern seine vollkommene Schöpfung.
Er soll autonom, selbstverantwortlich und frei sein. Frauen und Männer sind in der alevitischen Lehre gleichgestellt, die Verschleierung der Frauen ist nicht vorgeschrieben. Dies zeigt sich auch im Logo des Kulturzentrums, das ein tanzendes Paar zeigt, für „strenggläubige“ Moslems undenkbar. Aleviten bekennen sich zu Humanität und Demokratie. Die sozialen Normen, wie das Verbot des Tötens, Diebstahl, Verleumdung und Ehebruch gelten für die Aleviten gegenüber allen Menschen.
Das Alevitentum ist das Ergebnis einer religionsgeschichtlichen Entwicklung, die den Schamanismus, einen vorislamischen Volksglauben der Turkvölker, persische sowie auch christliche und gnostische Elemente integriert hat.
Aleviten steht es frei, überall zu beten, sie benötigen keine Moschee. Zu Kulthandlungen trifft sich die Gemeinde (Cem) im Versammlungshaus (Cemevi). Hier werden Gedichte rezitiert und der rituelle Tanz (Semah), von Männern und Frauen gleichzeitig ausgeführt. Dies geschieht unter der Aufsicht des Dede (Großvater) oder der Ana (Großmutter), was man besser mit „Ältesten“ übersetzen könnte. Diese Ältesten kennen sich mit alevitischen Ritualen und Traditionen sehr gut aus und genießen daher hohes Ansehen.

Die Mitglieder der Gemeinde können auch im Versammlungshaus essen, ihren Tee trinken (man hilft sich gegenseitig) und ihre Freizeit verbringen.

Alle Angelegenheiten werden hier in der Gemeinde verhandelt. So hat es bis vor wenigen Jahren keine Verhandlungen vor einem staatlichen Gericht von zwei Aleviten gegeneinander gegeben. Wir, vom Bürgerverein Nürnberger Westen, haben Kontakt zum Vorstand der alevitischen Gemeinde aufgenommen. Wir hoffen, dass wir ein Treffen mit den Gemeindemitgliedern organisieren können. Denn miteinander Reden ist besser als übereinander. Sollte es einen Termin für einen „Tag der offenen Tür“ geben, werden wir sie in der Westinfo darüber informieren. (gedruckt 02/2009)

SOS Jugendwohngemeinschaft - ein Angebot des SOS Kinderdorf e.V -

Ein kurzer Fußweg führt von der Leyher Straße (gegenüber der kath. St. Andreaskirche) direkt zur Stübacher Straße. Hier liegt, recht versteckt im Haus 51 und 53, die SOS-Jugendwohn- gemeinschaft (JuWoG). Seit 1980 wohnen hier acht Jugendliche (4 Mädchen, 4 Jungs) im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Sie gehen zur Schule, besuchen eine Berufsvorbereitungsmaßnahme oder absolvieren eine Berufsausbildung. Betreut wird die Gruppe von fünf teilzeitbeschäftigten Erzieherinnen und Sozialpädagogen und zwar rund um die Uhr, d.h. es ist auch nachts immer eine Betreuungsperson anwesend.
Wie sieht nun der normale Tages-ablauf aus? Wie überall klingelt der Wecker und die Jugendlichen stehen alleine auf, je nach Arbeits- oder Schulbeginn. Selten gibt es ein gemeinsames Frühstück und meist richtet der eine seine Vesperbrote für die Baustelle, während die Mädchen eher noch etwas Zeit im Bad verbringen. In der Regel ist ab 8 Uhr die JuWoG leer und erst ab13 Uhr kommen die ersten Schüler wieder zurück. Nun hat eine Betreuerin Dienst, es gibt eine kleine Mahlzeit und es bleibt Zeit für Hausaufgaben, Freizeitgestaltung oder Freunde besuchen. Ab 16 -17 Uhr wird es lauter, alle kommen mehr oder weniger geschafft nach Hause und freuen sich auf ein herzhaftes gemeinsames Abendessen. Abwechselnd kochen jeden Abend zwei Jugendliche mit einer Betreuerin oder einem Betreuer: von der Planung über den Einkauf über Zubereitung bis zum Abwasch organisiert dieses 3er Team das Abendessen. Danach ist Freizeit, es kommt Besuch oder man geht weg oder schaut in Ruhe einen Film an. Ab 22 Uhr verziehen sich alle in ihre Einzelzimmer und der Tag klingt aus, denn am nächsten Morgen klingelt ja wieder der Wecker. Außer am Wochenende. Hier gibt es mehr Individualität: angefangen vom Aufstehen bis zum Selberkochen. Eigenverantwortung ist angesagt; aber auch die vereinbarten Putzdienste sind zu erledigen, denn es gibt keine Putzfrau oder weitere Unterstützung. Das Ziel soll ja sein, dass die Jugendlichen lernen, neben einer Schul- und Berufsausbildung auch die lebenspraktischen Bereiche wie Kochen, Wäsche waschen, Putzen und handwerkliche Kleinreparaturen selbständig zu erledigen. Damit dies alles gelingt, gibt es wöchentlich einen Gruppenabend und eine Reihe von Einzelgesprächen mit dem jeweiligen Bezugsbetreuer. Mit dieser Vertrauensperson werden die Perspektiven für das weitere Leben besprochen, von ihm erhält der Jugendliche das Taschen- und Kleidergeld und bespricht auch Probleme und Sorgen. Wo waren die Jugendliche vorher? Meist kommen sie aus Pflegefamilien oder der eigenen Familie, sehr selten aus einer anderen Einrichtung oder aus einem SOS Kinderdorf. Unterschiedliche Gründe spielen eine Rolle, dass der Jungendliche nicht mehr zu Hause wohnen kann: häufig ist es die Trennung der Eltern, die Überforderung der alleinerziehenden Mutter z.B. im Umgang mit ihrer pubertierender Tochter, oder ganz normale Schulschwierigkeiten mit den anschließenden Auffälligkeiten. Oder zu Hause ist niemand, der eine kontinuierliche Erziehung leisten kann. Egal wie schwierig die momentane Beziehung zu den leiblichen Eltern sein mag, für das pädagogische Team ist es eminent wichtig, die Zusammenarbeit mit den Eltern zu fördern, denn die Arbeit in der Wohngruppe ist immer familienergänzend und nicht familienersetzend.
In der Regel bleiben die Jugendlichen 2-3 Jahre in der Wohngruppe und wie erfolgreich die Arbeit der letzten Jahre ist, zeigt sich am besten bei den Sommerfesten: hier treffen sich auch noch nach Jahren die Ehemaligen, erzählen von guten alten Zeiten und alle wissen, die JuWoG bleibt Anlaufstation auch dann, wenn man selbst eigene Kinder hat.
Die Wohngruppe ist erreichbar unter der Tel. 32 93 49. Wer mehr über die Arbeit von SOS Kinderdorf e.V. in Nürnberg wissen möchte, schaut unter www.sos-jh-nürnberg.de oder erkundigt sich in der Geschäftsstelle in Nürnberg, Schweinauer Hauptstr. 29, Tel. 92 98 30. (gedruckt: 03/2009)

Der Bürgerverein Nürnberger Westen gratuliert dem Großmarkt Nürnberg zum 50. Geburtstag!

Der Bürgerverein Nürnberger Westen e.V. wurde vom Marktamt der Stadt Nürnberg eingeladen, am „Tag der offenen Tür“, am 26. Juli 2009, mit einem Infostand teilzunehmen. Wir haben dieses Angebot gerne wahrgenommen und die Gäste über unsere Arbeit informiert. Wir konnten über 800 Westinfo-Extra verteilen und auch neue Mitglieder gewinnen. Den Besuchern wurde an unserem Infostand etwas über die Historie der Nürnberger Märkte und die Geschichte des Großmarktes vermittelt:

In Nürnberg zeugen die Namen vieler Plätze, wie der Hauptmarkt, der Obstmarkt, der Kornmarkt usw., dass Nürnberg schon in den vergangenen Jahrhunderten ein Standort für den Handel mit Waren war. Die erste urkundliche Erwähnung von Nürnberg ist in der Sigena - Urkunde 1050 enthalten, aber 1062 wurde das wohl unter Kaiser Heinrich III. (wahrscheinlich schon 1040) verliehene Markt-, Münz-, und Zollrecht in einer Urkunde bestätigt.
Der Gemüse- und Obstgroßmarkt befand sich am Anfang auf dem Hauptmarkt und wurde im Jahr 1917 auf die Insel Schütt verlegt. Die Verkehrsprobleme an diesem Standort veranlassten den Stadtrat 1956 einen Neubau in der Leyher Straße zu beschließen. Als der Großmarkt 1959 von der Insel Schütt nach Gaismannshof umzog, wurde er zwar direkt an die Geleise der Ringbahn angeschlossen, aber er wurde inmitten von Wiesen und Feldern gebaut. Der Markt ist für den Handel und für die Versorgung der Region mit frischem Gemüse, Obst, vor allem Südfrüchte, auch heute noch von großer Bedeutung.

Nach der Gründung unseres Bürgervereins 1995 war die Verkehrssituation rund um den Nürnberger Großmarkt ein Thema unserer Arbeit. Damals wurde der erste Fleischmarkt (der heute noch besteht) errichtet. Ein zweites Zentrum, von der Firma Südfleisch, das später gebaut wurde aber bereits wieder geschlossen ist, sollte folgen. Als Anlass für große Aufregung erschien uns dieser Sachverhalt nicht. Wäre da nicht die Information auf der Bürgerversammlung des Oberbürgermeisters im Mai 1995 gewesen, dass hinter dem Großmarkt ein Schlachthof geplant sei. Wir konnten den Bau dieses nicht sinnvollen Projektes verhindern.
Auch bei der Sanierung der Leyher Straße konnten wir unsere Einwände gegen die ursprüngliche Planung geltend machen. Diese sah vor, die Leyher Straße, ähnlich der Sigmundstraße mit nur mehr zwei breiteren Fahrspuren zu versehen. Wir haben eine vierspurige Straße gefordert. Denn die Leyher Straße ist nicht nur eine Hauptverkehrsstraße zum Großmarkt, sondern auch zu anderen Gewerbebetrieben und dem großen Baumarkt der Firma OBI. Wir konnten mit unseren Argumenten überzeugen. Die Straße hat weiterhin vier abmarkierte Spuren für LKW und PKW.

Ein weiterer Grund zur Sorge war die Großmarkt-Gaststätte. Jahrelang stand sie leer. Wir hatten damals vorgeschlagen, sie in ein Jugend- und Bürgerzentrum umzubauen. Dies konnten wir leider nicht erreichen. Deshalb war die Freude bei uns groß, als wir hörten, dass die Firma Wahler dieses Gebäude aufwändig sanieren und ihren Firmensitz von der Südstadt dorthin verlegen würde. Befürchtungen von direkten Anwohnern über Zunahme von Lärm und Verkehr konnten schnell ausgeräumt werden. Heute ist das Haus ein Ort zum Feiern und zum Einkaufen. Der Partyservice Wahler ist ein sehr guter Partner des Bürgervereins und eine Bereicherung für das Stadtgebiet.
An diesen Beispielen können Sie ersehen, dass unser Bürgerverein mit konstruktiven und vernünftigen Vorschlägen erfolgreich arbeitet. (gedruckt 03/2009)

Die Landesgewerbeanstalt -LGA-

Indoor-Marathon und Produktprüfung – Premium Schach Cup und Bautechnik – Lange Nacht der Wissenschaften und Seminare und Zertifizierungen – Kunstsommer und Prüfstatik - die Facetten der LGA sind genauso ungewöhnlich wie vielseitig. Auf dem 8,5 ha großen Gelände zwischen der Wallenstein- und der Edisonstraße befindet sich eine Ansammlung von Laboren, Prüfhallen und Büros die in Europa wohl einmalig sind. Die Gebäudeachsen von 200 und 300 m bieten Platz für knapp 800 Mitarbeiter, Raum für vielfältige technische Dienstleistungen und ungewöhmliche Ideen.

Doch wie ist dieses Schmuckstück im Nürnberger Westen entstanden? Die Reichsräte Lothar von Faber und Theodor von Cramer-Klett forderten Mitte des 19. Jahrhunderts in Nürnberg vehement die Einrichtung einer gewerblichen Zentralstelle mit Gewerbemuseum, die der heimischen Wirtschaft Fertigkeiten im Umgang mit neuen Technologien vermitteln und besonders gelungene Exponate als Anschauungsobjekte für die gewerbliche Fertigung zur Verfügung stellen sollte.
Am 28. April 1869 gründeten 200 Vertreter aus Industrie, Gewerbe, Handel, Kammern, Städten und dem Landtag das Bayerische Gewerbemuseum in Nürnberg. 1872 konnten eine gewerblich-technische Bibliothek und ein technisches Auskunftsbüro mit einer amtlichen Patentschriftenauslegestelle eröffnet werden. Es folgte die Gründung eines chemischen Labors und 1888 entstand eine technische Versuchsstation zur Begutachtung von Maschinen, Motoren und Werkzeugen. Der 1896 fertiggestellte Neubau am Gewerbemuseumsplatz milderte nicht nur drängenden Raummangel, sondern schuf auch Platz für eine permanente Ausstellung für Industrie und Handel. Technische Neuentwicklungen und vermehrte Beratungsnachfrage aus ganz Bayern führten kurz nach der Jahrhundertwende unter anderem zur Gründung der elektrotechnischen Abteilung und zur Eingliederung der Versuchsanstalt für Bierbrauerei. Eine rasante Entwicklung von Prüfdienstleitungen ließen in den 80er Jahren des letzten Jahrtausends den Platz in der Nürnberger Innenstadt knapp werden. Die Idee zum Neubau an der Tillystraße war geboren. Nach der Grundsteinlegung im Jahr 1986 durch Franz-Josef Strauß folgte im Jahr 1995 die Fertigstellung des Gebäudekomplexes an der Tillystraße.

Der Name und die Marke LGA steht seither für umfassende Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen in nationalen und internationalen Märkten. Die LGA Landesgewerbeanstalt Bayern, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit 17 Zweig- und Außenstellen, prüft als öffentliches Unternehmen baustatische Nachweise, prüft und genehmigt sogenannte Fliegende Bauten (Fahrgeschäfte), sorgt für Typenprüfung und -zulassung von Bauteilen. Sie fördert mit Mitteln des Freistaates Bayern technologieorientierte kleinere und mittlere Unternehmen in Nordbayern. Ein Materialprüfungsamt stellt technische Expertisen zur Verfügung.
Große Teile ihrer Prüftätigkeit haben sich bis zur Mitte dieses Jahrzehnts in einen Weltmarkt hinein entwickelt. Vor allem die Produktprüfung, bei der eine führende Stellung bei Spielzeugen, Möbeln und sonstigen Gebrauchsgütern erreicht werden konnte, sowie in der Baubegutachtung und im Materialtest, der Zertifizierung, im Seminarwesen, dem Fachschulenbereich und im Consulting. Damit waren aber auch die Grenzen öffentlicher Aufgaben einer bayerischen Körperschaft überschritten. Um dem wachsenden globalen Wettbewerb standhalten zu können und um erfolgreich den eingeschlagenen Weg fortsetzen zu können, wurden solche freiwirtschaftlichen Aktivitäten in eigene Kapitalgesellschaften eingebracht. In den Jahren 2005 bis 2007 hat die TÜV Rheinland Holding AG diese LGA-Gesellschaften und das Betriebsgrundstück an der Tillystraße erworben. Seither gibt es die LGA sozusagen doppelt: als Landesgewerbeanstalt Bayern KdöR und als TÜV Rheinland LGA – Gesellschaften, die nun Teil eines international führenden Dienstleistungskonzern geworden sind. www.lga.de (gedruckt: 01/2010)