Verschiedenes


Neubaugebiete und Nachverdichtung

Wir sind einer der Stadtteile in Nürnberg, die in den nächsten Jahren die größten Veränderungen erfahren werden. Bei uns gibt es noch viele innenstadtnahe Grün- und Freiflächen. Deshalb wird unsere ganz Kraft gefordert sein, hier für ein lebenswertes Umfeld möglichst viele Freiflächen zu erhalten. Das Glück war in den letzten zwei Jahrzehnten auf unserer Seite. Denn durch die Auflösung von Militärstandorten und die Umwandlung dieser Flächen in Wohngebiete ist der Siedlungsdruck von den Freiflächen genommen worden. Aber dieser Zustand ist nicht von Dauer. Denn diesen Druck erzeugen wir alle. Seit 1950 hat sich der Bedarf an Wohnraum pro Person mehr als verdoppelt. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Erwachsenen pro Familie seit 1960 deutlich verkleinert. Das heißt, immer weniger Menschen brauchen immer mehr Raum. Eigentümer-Paare mit einem Kind lebten im Jahr 2003 im Schnitt auf 125 Quadratmetern Wohnraum, Mieterhaushalte kamen auf 85 m². Viele von uns sind hier im Gebiet geboren und aufgewachsen. Wir kennen die Felder und Wiesen rund um die Dörfer Höfen, Gaismannshof, Kleinreuth und Großreuth bei Schweinau noch. Wo heute Gewerbe- und Wohngebiete stehen hatten wir noch freie Landschaft. Diesen Prozess kann man nicht stoppen, wenn man die Menschen in der Stadt halten will. Hier kann man nur in einer Weise eingreifen: Soviel Grün- und Freiflächen wie möglich zu erhalten. Das politische Ziel der Stadt Nürnberg ist es auch, möglichst viele junge Familien mit Kindern in der Stadt anzusiedeln. Dies bedeutet, man benötigt ausreichend Kindertagesstätten, Einrichtungen für Kinder- und Jugendliche und Schulen. Die Stadtverwaltung hat dieser Strategie Rechnung getragen und zur Vorsorge viele Flächen in städtisches Eigentum gebracht. Durch Umlegungsverfahren, gegen die es kaum rechtliche Chancen gibt, kann die Stadtpolitik und –Verwaltung hier Veränderungen erreichen. Es war uns von Anfang an klar, dass immer neue Planungen eine Wandlung in unserem Stadtgebiet hervorbringen werden. Wir haben zusammen mit vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern erreicht, dass zum Beispiel im „Tiefen Feld“ kein reines Gewerbegebiet entsteht, sondern nur entlang der neuen Rothenburger Straße im Norden gebaut wird. 37 Hektar von 67 bleiben Freiflächen. Auch um den neuen U-Bahnhof an der Züricher Straße wenden wir uns gegen eine zu hohe Bebauung und haben schon im Rahmenplan große Grünzüge erreicht. Doch hier von „Ghettobildung“ zu sprechen, wie es in einem feigen anonymen Flugblatt hieß, das vor einigen Wochen an die Anwohner von Großreuth verteilt wurde, ist wirklich unverschämt.
Denn, die ökologischste Bauweise ist der Geschosswohnungsbau zwischen fünf und sieben Geschossen. Hier wird am wenigsten Fläche verbraucht, die Verschattung durch die Häuser ist am geringsten und es gibt keine zu großen Abstände zwischen den Häusern.

Ein weiteres Thema wird die Nachverdichtung vor allem in den alten Siedlungen sein. Durch das Dritte Reich und in der Nachkriegszeit wurden Siedlungshäuser in großen Grundstücken gebaut. Diese großen Gärten sollten zur Selbstversorgung mit Obst und Gemüse dienen. Dies ist nicht mehr notwendig. Deshalb stehen in vielen Grundstücken bereits zwei Häuser. Auch werden kleine Siedlungshäuser durch Mehrfamilienhäuser ersetzt. Auch dieser Prozess läuft seit Jahren. Wir achten darauf, dass die Baulinien eingehalten und die Höhe der Häuser nicht überdimensioniert ist. Es werden alte, zu enge Häuser verschwinden und durch neue, großzügigere ersetzt werden. .

Wir leben in einer Halbmillionenstadt, mit allen Vor- und Nachteilen. Das Grundstück „mit unverbaubarem Blick auf den Starnberger See“ wird es hier nicht geben. In Zusammenarbeit mit Stadtrat und -verwaltung werden wir dennoch nichts unversucht lassen, einen liebens- und lebenswerten Stadtteil mit vielen Grünzonen und Frischluftschneisen zu erhalten. .

Alte Bahnunterführung Zuckermandelweg / Bau des Güterverkehrstunnels

Vor einiger Zeit hatten wir die Forderung vorgebracht die Unterführung Zuckermandelweg / Lenkersheimer Straße als Fuß- und Radweg zu erhalten. Leider mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die Stadt Nürnberg in den 1970er Jahren das Wegerecht an die Deutsche Bundesbahn zurückgegeben hatte, die Unterführung also entwidmet wurde. Die Unterführung wurde aufgrund ihres guten baulichen Zustandes nicht zugemauert, sondern blieb als Fuß- und Radweg erhalten. Es wurde jedoch beobachtet, dass durch den Wegfall der Sperrplanken ein Schleichweg für den PKW-Verkehr entstanden war. Wir haben die Verwaltung der Stadt Nürnberg darum gebeten, hier Sperrmaßnahmen anzubringen. Dies wurde von SÖR in kurzer Zeit ausgeführt. Diese Sperren dienen auch dazu, den Tunnel für Fußgänger und Radfahrer offen zu halten, jedoch bauliche Schäden durch den Autoverkehr zu verhindern.

Der Oberbürgermeister hat in einem Brief an den Vorstand der Bahn AG unser Ansinnen aufgenommen und die Deutsche Bahn AG aufgefordert, diese Unterführung auch nach dem Bau des Güterverkehrstunnels zu erhalten. In einem Antwortschreiben der DB wird diese Möglichkeit durch Einschieben eines Fertigteilpersonentunnels positiv beschieden. Wir hoffen nun, dass die Realisierung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ausgeführt wird und diese für unser Gebiet wichtige Verbindung erhalten bleibt. Unser Bürgerverein wird auch im neuen Planfeststellungsverfahren zum Bau des Güterverkehrstunnels zwischen Kleinreuth bei Schweinau und Kronach bei Ronhof, wie schon im Jahr 1995 beim ersten Verfahren, alle Möglichkeiten ausschöpfen um eine Verbesserung für unser Stadtgebiet zu erreichen.

 



Schweigemarsch

Ein chinesisches Sprichwort, das immer wieder benutzt wird, besagt, „es ist besser ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen“. Aber das Licht, das die Jugendabteilung der SG Nürnberg Fürth von 1883 angezündet hat, strahlt heller als ein Stern. Angesichts des schrecklichen Verbrechens, das in unserem Viertel passiert ist, zeugt es von hoher Sensibilität, die Trauer der Kinder aufzunehmen und ihnen die Möglichkeit zu geben, das Geschehene zu begreifen. Der Zivilcourage, die Gewalt nicht einfach hinzunehmen, sondern zu dokumentieren, „Wir sind gegen Gewalt“, kann man nur höchsten Respekt und Anerkennung zollen. Über hundert Eltern und Kinder beteiligten sich an der Aktion vierzehn Tage nach dem Mord. Hier zeigt sich welch hervorragende Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in ehrenamtlichen Sportvereinen geleistet wird. [03/2011]



„Dicke Luft“ im Nürnberger Westen
Anfang Februar berichtete der Stadtanzeiger über die gestiegenen Stickoxid- und Feinstaubwerte im Nürnberger Westen. Die Fachleute zeigten sich hierüber sehr erstaunt. Wir sind es nicht!!! Bereits 1997 machte der Bürgerverein auf die vielfach überschrittenen Grenzwerte von Dieselruß und Benzol aufmerksam und forderte damals schon ein Nachtfahrverbot für LKWs, die die Von-der-Tann-Straße und die Sigmundstraße als Verbindung zwischen den Autobahnen zum Abkürzen nutzen.
Leider hat damals die Stadt nur mit weiteren Messungen und Vertröstungen an die Bürger reagiert. Die rechtlich zur Verfügung stehenden Instrumente wurden damals wie heute nicht genutzt, um die eigenen Bürger und deren Gesundheit zu schützen. Im Juli 1998 hatten wir dann beim Großreuther Kirchweihzug die „Dicke Luft“ mit einem eigenen Festzugswagen thematisiert:
„Heiße Luft und Sprechblasen aus dem Nürnberger Rathaus in Luftballons abgefüllt!“ Da sich leider der Autoverkehr nicht in Luft aufl ösen lässt, sondern eher noch zunimmt, fordert der Bürgerverein erneut, zumindest die Hauptdurchgangsstraßen in der Nacht zwischen 21 Uhr und vier Uhr früh für den LKW-Verkehr zu sperren, da der Ziel- und Quellverkehr in dieser Zeit weitgehendst ruht. Damit könnte sich die tägliche durchschnittliche Abgasbelastung reduzieren und die Schlafqualität der direkten Anwohner ganz nebenbei verbessern lassen.
In welcher Weise die Stadt Nürnberg auf die Messergebnisse reagiert und ob nun endlich verkehrslenkende Maßnahmen zum Schutze der Nürnberger Bürger ergriffen werden, werden wir weiterhin genauestens verfolgen und uns durch den Stadtrat über die Ergebnisse laufend informieren lassen. Dies sind die Ergebnisse der letzten Verkehrszählung durch das Verkehrsplanungsamt in unserem Vereinsgebiet. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum zwischen 6.00 und 22.00 Uhr:
Rothenburger Str., westl. Von-der-Tann-Str. 20.500 Kfz/16h 3,0 % Lkw/Lz Rothenburger Str., östl. Sigmundstr. 14.000 Kfz/16h 2,5 % Lkw/Lz Rothenburger Str., östl. Gebersdorfer Str. 34.500 Kfz/16h 4,5 % Lkw/Lz Von-der-Tann-Straße, nördl. RothenburgerStr. 40.000 Kfz/16h 8,0 % Lkw/Lz Sigmundstr., nördl. Rothenburger Str. 26.500 Kfz/16h 9,0 % Lkw/Lz Sigmundstraße, nördl. Leyher Straße 25.000 Kfz/16h 9,0 % Lkw/Lz Sigmundstraße, südl. Leyher Straße 30.200 Kfz/16h 8,0 % Lkw/Lz Leyher Straße, östl. Sigmundstraße 15.000 Kfz/16h 3,5 % Lkw/Lz Leyher Straße, östl. Höfener Straße 12.200 Kfz/16h 3,0 % Lkw/Lz Leyher Str., westl. Von-der-Tann-Str. 19.100 Kfz/16h 4,6 % Lkw/Lz Wallensteinstr., westl. Von-der-Tann-Str. 17.600 Kfz/16h 7,0 % Lkw/Lz
(01/2006)

 Rothenburger Straße


Der Ausbau zwischen Züricher Str. und Haeseler Straße ist im Sommer fertig. Auch die Kreuzung dort wird dann fertig gestellt sein. Der nächste Abschnitt zwischen St. Gallen-Ring und Regelsbacher Straße soll etwas später folgen. Für diesen Ausbau wird wiederum eine Baustelleneinrichtung notwendig sein. Warum macht man das nicht in einem Stück. Es handelt sich immerhin um die enorm große Strecke von 460 m. Diese Frage stellte Herr Büttner beim letzten Verkehrsausschuss an den Stadtrat. Die Antwort steht noch aus. Wird nun geprüft, ob man doch weiterbauen kann? (01.2005)

  Berichtet in der  Ausgabe 2 - 2005: Der Ausbau zwischen Züricher Str. und Haeseler Straße ist nun fertig gestellt. Der Weiterbau ist für das Jahr 2007 vorgesehen. Wegen der Fußball-WM sollen die großen und wichtigen Ausfallstraßen nicht durch Bauarbeiten beeinträchtigt werden


Kreuzung Virnsberger Straße – Sigmundstraße Unser Bürgerverein hatte an der Bürgerversammlung des OBM vorgeschlagen, die Ampelschaltung an der Kreuzung Virnsberger- und Sigmundstraße, zu schalten wie die Kreuzung Wallenstein-, Gustav-Adolf-, Von-der-Tann-Straße, d.h. die stadt- aus- und die stadteinwärtige Richtung der Virnsberger Straße werden getrennt geschaltet und bekommen Ampeln mit Pfeil für Linksabbieger. Die Änderung der Schaltung und der Umbau der Ampeln wurden im November 2009 ausgeführt.