Ehe. ATV-Gelände

Begehung mit Baumsachverständigen und Abbruch der Turnhalle mit Nebengebäuden des ehemaligen ATV

Anfang Dezember 2011 fand auf dem Gelände des ATV eine Begehung von Mitarbeitern der WBG Nürnberg GmbH, Immobilienunternehmen, des Stadtplanungsamtes und des Umweltamtes statt. Auch der beauftragte Baumsachverständige und der Architekt waren vor Ort. Es wurden in dieser dreistündigen Begehung alle Aspekte des Schutzes der Bäume erörtert. Wir vom Bürgerverein Nürnberger Westen wurden zu dieser Begehung eingeladen und nahmen selbstverständlich teil. Es hat uns überrascht, welch vielfältige Aspekte eine solche Begehung offenbart. Zu Planungen des Architekten, der möglichst viele der alten Bäume in seinen Plänen erhalten sehen wollte, kamen noch die Interessen des Artenschutzes. Es wurde sehr genau nachgesehen, welche Tierarten hier eine Heimat gefunden haben und deren weiterer Bestand gesichert werden soll. Wir freuen uns, dass sehr viele der alten Bäume stehen bleiben können und hoffen, wie auch die Fachleute, dass diese durch die Baumaßnahmen und Erdarbeiten keinen Schaden nehmen.

Kurz vor Weihnachten begann dann der Abbruch der Turnhalle mit der Gaststätte, sowie des Tennisheimes und der Plätze des Sportvereins. Die WBG hatte auf unser Anraten Faltblätter in der Nachbarschaft verteilt, damit die Anwohner bei Problemen sofort Telefonnummern und Ansprechpartner haben. Wir hatten mit einer solchen Maßnahme schon beim Abbruch des US-Hospitals und beim Bau des Village gute Erfahrungen gemacht. Deshalb werden wir auch dieses Projekt begleiten, da wir in der WBG einen guten und offenen Partner gefunden haben. Inzwischen haben Anlieger berichtet, dass es keine großen Belästigungen gegeben habe. Man hatte es sich schlimmer vorgestellt.

Wir hoffen, dass es im weiteren Fortgang der Erdarbeiten zu keinen Überraschungen kommt. Denn auf dem gesamten Gelände befand sich im 2. Weltkrieg eine Flakstellung mit Befehlsbunker und Löschteich (den Umriss kann man auf Luftbildern erkennen). Auf dem ehemaligen Kärwaplatz findet man Betonringe im Boden. Auf drei dieser Betonringe war ein Flakgeschütz montiert, was auf alten Fotos aussieht wie eine dreibeinige Riesenspinne.

Bis Ende dieses Jahres soll der Bebauungsplan fertig sein. Die Gespräche der Projektleitung der WBG mit der Bauverwaltung der Stadt Nürnberg sind auf einem guten Weg. Bereits im Sommer 2012 werden auf dem Gelände die ersten Arbeiten zur Erschließung des Baugebietes beginnen.

Die bisherigen Entwürfe des Architekturbüros geben zu der Hoffnung Anlass, dass hier ein hochwertiges und vor allem grünes Wohngebiet für viele Neubürger entsteht. Wir werden Sie, liebe Leserinnen und Leser der WestInfo, regelmäßig über alle Entwicklungen informieren. (02.12)

Informationsveranstaltung der WBG Nürnberg

Eine Woche nach der Bürgerversammlung des Oberbürgermeisters, bei der die Planung kurz vorgestellt und auf diese Informationsveranstaltung verwiesen wurde, fand die Veranstaltung im Gemeindehaus der Thomaskirche zur Bebauung des ehemaligen ATV-Geländes statt.

Quelle:privat

Es waren über einhundert Besucher anwesend, darunter auch viele Bürgervereinsmitglieder aus anderen Ortsteilen. Wir vom Bürgerverein Nürnberger Westen sind froh, einen sehr guten und offenen Gesprächspartner wie die WBG Nürnberg GmbH zu haben. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Bauträger die Nachbarschaft in einer solch frühen Planungsphase informiert und einbindet. Der vorgestellte Plan der WBG unterscheidet sich deutlich vom Vorgängerplan der Deutschen Reihenhaus AG. Es wurden bereits viele Anregungen, die wir aus der Bürgerschaft bekommen und weitergereicht haben, integriert.
So ist der Grünstreifen mit altem Baumbestand hinter den Siedlungshäusern der Kattowitzer Straße jetzt bis zur neuen Einfahrt in das Gebiet verlängert worden. Diese Zufahrt bildet zusammen mit der Wallenstein- und Dieckmannstraße eine Kreuzung und ist von den Siedlungshäusern weggerückt. Die Einfahrt bildet einen kleinen Platz, an dem ein Dienstleistungszentrum entsteht. Zwischen der Altbebauung Hornung-/Gerhard-Hauptmann-Straße wird der Abstand zu den neuen Reihen- und Doppelhäusern durch einen Grünzug vergrößert. Im Gebiet selbst werden durch Anlage von Angern und der Beibehaltung des alten Baumbestands viele „Grünbrücken“ entstehen, die durch die Wohnanlage führen. An der Ostseite der neuen Siedlung sind höchstens zwei- bis dreigeschossige Doppelhäuser bzw. Einzelhäuser vorgesehen und kein drei- bis fünfgeschossiger Wohnungsbau. Direkt hinter der neuen Kindertagesstätte an der Elsa-Brändström-Straße entsteht ein kleiner Park mit Kinderspielplatz.
 (mit freundlicher Genehmigung der WBG Nürnberg & der Schellenberg+Bäumler Architekten GmbH)

Zur Vergrößerung des Planes klicken Sie bitte auf das Bild.

Die WBG nahm auch das Angebot an, in Zusammenarbeit mit unserem Bürgerverein die Belastungen für die Anwohner beim Abbruch der Turnhalle zu minimieren.
Wir werden die Maßnahme, wie schon vor Jahren beim Abbruch des US-Hospitals, beobachten und begleiten. Bitte rufen Sie die WBG unter der bekannt gegebenen Rufnummer an, wenn es „einmal zu sehr staubt“. Wir gehen davon aus, dass sich dieser neue Ortsteil genauso schnell entwickeln wird, wie seinerzeit das Village.
Sollten Sie noch weitere Fragen oder Anregungen haben, so wenden Sie sich bitte an uns oder kommen Sie zu einem Termin des Arbeitskreises „Stadtplanung und Verkehr“.