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Leserbrief zum Thema "Zone 10" am Sankt - Gallen - Ring und Am Westpark:
Sehr geehrter Herr Büttner,
da ich selbst im St. Gallen-Ring wohne, habe ich den Bericht in der "West-Info, Ausgabe 3, 2010" mit großem Interesse gelesen. Es ist zwar bedauernswert, dass es im Mai diesen Unfall mit einem Kind gab, aber ich verstehe nicht, dass deswegen alle Autofahrer in diesem Gebiet pauschal "bestraft" werden. Der Sinn einer Tempo-10-Zone ist in meinen Augen sehr fraglich, da es kaum möglich sein wird, mit Tempo 10 zu fahren (die meisten Tachometer zeigen gar keine 10 km/h an) bzw. sich sowieso kaum jemand an diese Tempo-Begrenzung halten wird.
Das andere Problem ist die neue Parkregelung. Wie Ihnen wahrscheinlich bekannt ist, wohnen in diesem Bereich viele Bewohner mit Autos und sind auch auf die Autos angewiesen. Da jetzt eine neue Halteverbotsregelung eingeführt wurde und trotzdem mehr Parkflächen ausgewiesen wurden (letztendlich wurden bisherige Flächen nur “legalisiert“, ohne dass tatsächlich neuer Parkraum geschaffen wurde), stellt sich für mich die Frage, wo die Bewohner ihre Fahrzeuge abstellen können oder sollen, denn im Umkreis von 5 Gehminuten gibt es keine weiteren Parkmöglichkeiten.
Will man denn tatsächlich die Bewohner, die keinen Parkplatz finden, dazu zwingen, lange Wege zu ihren Fahrzeugen zu gehen, um sie vielleicht zum Umsteigen auf den ÖPNV zu bewegen, ob es sinnvoll ist oder nicht? Für meine Person wäre es auf keinen Fall sinnvoll, da ich mit dem ÖPNV meinen Arbeitsplatz gar nicht erreichen kann und außerdem unterschiedliche Arbeitszeiten habe. So bin ich darauf angewiesen, möglichst in der Nähe meiner Wohnung einen Parkplatz zu finden.
Ein weiteres Problem im Bereich St.-Gallen-Ring ist die Unsitte einiger Anwohner, die Parkplätze mit Motorrollern oder Mopeds zu "besetzen", vermutlich auch damit sie abends ihren Parkplatz haben. Dies wird wohl anscheinend stillschweigend von den Behörden geduldet, obwohl es mei-nes Erachtens nicht richtig ist (Stichwort: „platzsparendes Parken“). Zudem werden ja auch schon fleißig Strafzettel an Fahrzeuge verteilt, die nicht in den gekennzeichneten Flächen stehen, wohl auch deswegen, weil diese mit Motorrollern belegt sind.
Im Übrigen ist es auch für auswärtige Besucher, die auf ein Kfz angewie-sen sind, kaum möglich, einen Parkplatz zu finden, da es in unserem Bereich schon zu viele Kraftfahrzeuge gibt. Wo sollen eigentlich diese Leute parken??
Vielleicht könnten Sie in ihrem nächsten Heft dazu mal einige Anregungen geben, denn es kann nicht sein, dass soziale Kontakte abgebrochen werden müssen, nur weil es in einem vernünftigen Umkreis vom St. Gallen-Ring keine oder keine ausreichenden Parkmöglichkeiten gibt. Hier scheint die Stadtplanung an den Bedürfnissen der Bevölkerung sehr stark vorbeigegangen zu sein.
MfG
Anwortschreiben von Peter Büttner:
Sehr geehrter Herr,
die Situation der neuen Parkregelung ist uns durchaus bewusst. Sie wird noch dadurch verschärft, dass es Bewohner gibt, die ihre Garage mit Möbeln etc. voll gestellt haben und ihr Auto auf die Straße stellen. Auch gibt es immer mehr Gewerbetreibende, die ihre Lieferwagen im Gebiet abstellen. Unser Anliegen war es immer, mit Appellen an die Vernunft eine erträgliche Situation zu schaffen. Aber dies ist verhallt. Die Frau, die das Kind überfahren hat, ist in der Tempo 30 Zone über 50 km/h gefahren. Tempo 10 ist nach unserer Ansicht nur eine Klarstellung. Es gab bisher zwei Bereiche auf dem Sankt-Gallen-Ring mit Tempo 30 und zwei Bereiche verkehrsberuhigte Zone (Spiel-straße), hier durfte man nur 4 - 7 km/h fahren.
Nach dem Unfall haben sich Eltern mit massiven Vorwürfen des Nichtstuns an Polizei und Stadtverwaltung gewendet. Beide haben gehandelt und dies ist das Resultat.
Wie schon angeführt, Vernunft ist nicht zu erwarten. Aber Schilder sind nur sinnvoll, wenn die Einhaltung ihrer Vorgaben kontrolliert werden. Darauf werden wir dringen.
In Sachen Parkplätze versuchen wir, noch den einen oder anderen zu schaffen. Das es pro Haus oder Wohnung nur einen eigenen Parkplatz gibt ist der Nürnberger Bauordnung geschuldet. Wir haben über die Arbeitsgemeinschaft der Bürger- und Vorstadtvereine eine Änderung angeregt, dies wurde aber von der Verwaltung abgelehnt, da es die Baupreise in den Neubaugebieten erhöhen würde. Denn der öffentliche Straßenraum ist in jeder Kaufsumme enthalten und müsste von den Käufern mit bezahlt werden. Wir haben die Hoffnung, dass die Firma Lidl, ihren Parkplatz in den Abendstunden und am Wochenende offen lässt.
Deshalb haben wir darauf geachtet, dass hier keine LKW´s geparkt sind. Wenn doch sollte man mit den Nachbarn reden, dies zu unterlassen, denn es gibt immer die negative Möglichkeit, dass die Firma Lidl ihren Parkplatz mit einer Schranke verschließt, denn es ist ja ihr Privatgrund.
Sie sehen wir haben uns über die Jahre viele Gedanken über die Situation im Village gemacht, aber die Ideallösung wird es nicht geben. Wenn Sie regelmäßiger Leser unseres WestInfo sind, werden Sie bemerkt haben, dass wir auch gegen LKW von Speditionen vorgehen, die z.B. an der Rothenburger Straße die Parkstreifen belegen, hier ist eine weitere Parkmöglichkeit für Besucher und Anwohner.
Es ist bedauerlich, dass wir Ihnen, keine für Sie befriedigende Lösung anbieten können, aber wir kümmern uns permanent um unser Bürgervereinsgebiet und können mit kleinen Maßnahmen immer wieder für Besserung sorgen.
MFG
Peter Büttner
Anruf beim Bürgerverein
Es gibt Sachverhalte, da würde der normale Mensch „vom Glauben abfallen“. Wir erhielten am 8.Juli 2010 einen Anruf, dass der Ballspielplatz im Westpark für Kinder ungeeignet sei. Der Anrufer hatte bereits SÖR angerufen und war mit seinen Vorwürfen dort gescheitert. Uns erklärte er, dass der Zaun unsinnig sei, weil sich die Kinder daran den Kopf aufschlagen würden. Auch die hölzerne Sitzgelegenheit und die Steine würden „Stolperfallen“ sein, die beim Fußballspielen störten. Unsere Aussage, dass der Spielplatz für kleinere Kinder sei und der Zaun dazu diene, dass die Kinder „hundesicher“ spielen könnten, ließ er nicht gelten.
Wir konnten hinterher feststellen, dass der Anrufer mit seinen Kindern, seit es den Zaun gibt, hier spielt. Die Kinder waren für den Spielplatz bereits zu alt und zu groß. Auch der Hinweis, dass es in unmittelbarer Nähe ein Spielfeld mit mehr Raum und größeren Toren gibt, verhallte ungehört. Zum Schluss wurde ins Feld geführt, dass hier unmittelbare Unfallgefahr bestünde, weil die Tore, die vor Jahren hier standen einfach „abgeflext“ worden seien und die Rohrstümpfe immer noch im Boden seien.
Diese Aussage machte uns hellhörig. Wir sahen noch am gleichen Abend nach und fanden nur einen Pflasterstein, der ein wenig aus der Erde ragte. Auch die Bediensteten von Service öffentlicher Raum die am nächsten Morgen auf unsere Bitte hin nachsahen, fanden keine Rohre im Boden. Doch die Sache ließ uns keine Ruhe und so überprüften wir am 12. Juli nochmals sehr lange und gründlich den Spielplatz. Zu unserem Erstaunen fanden wir, auch aufgrund der veränderten Lichtverhältnisse einen Metallring. Sofort wurden Werkzeug, Absperrband und Pfosten geholt. Wir entdeckten tatsächlich die Reste der beiden „Eishockeytore“ die vorher hier standen. Wir legten diese frei, rammten Pfosten in die Erde und sperrten den Platz mit rot-weißem Absperrband. Noch am selben Abend wurde die zuständige Stelle von SÖR verständigt, die die Unfallgefahr bereits am nächsten Vormittag beseitigte. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, das Vorwort unseres Vorsitzenden über Motivation lesen, dann gibt es für uns ein paar Fragen: Mit welcher Nachlässigkeit die früheren Bediensteten des Gartenbauamtes einfach die Tore absägten und für die weitere Verwendung unbrauchbar machten. Dabei waren diese nicht einmal einbetoniert, sondern nur mit langen Metallankern gesichert. Man hätte diese ohne weiteres herausziehen können und die Tore an anderer Stelle wieder verwenden können. Der Vater, der mit seinen Kindern hier spielte und um die Unfallgefahr wissend, hätte sich bei einer Verletzung unter Umständen dem Vorwurf der mangelnden Aufsichtspflicht ausgesetzt.
Die Aktion, die Rohre freizulegen, den Platz zu sperren und SÖR zu verständigen, hätte jeder auch selbst übernehmen können. Denn wir „Aktiven“ im Bürgerverein, sind genau wie Sie nur „normale“ Mitbürgerinnen und Mitbürger, die ihr Engagement jedoch für die Allgemeinheit und ohne große Diskussion erbringen. Jedenfalls freuen wir uns sehr über die Tatsache, dass rechtzeitig ein Verletzungsrisiko für die Kinder beseitigt werden konnte.
Fränkisches Hutzelbrot
3 Eier und 125 g Zucker mit Vanillinzucker schaumig schlagen
1 Eßl. Lebkuchengewürz zugeben
150 g gehackte Mandel,
100 g gehackte Haselnüsse,
200 g Sultaninen und 125 g geschnittene Feigen unterrühren
125 g getrocknete Aprikosen
100 g getrockn. Birnenschnitze kleinschneiden, quellen lassen
Zuletzt: und unterheben
150 g Mehl mit
1 Pck. Backpulver mischen und gesiebt untermischen
2 Eßl. Rum zum Schluss noch einrühren.
Kasten- oder Auflaufform mit Backpapier auslegen und das Brot
bei etwa 190° ca. 1,5 Stunden backen. Auf einen Rost stürzen und auskühlen lassen.
Fränkischer Apfelpunsch
1 Liter Apfelsaft
0,5 l starker schwarzer Tee
2 TL Zucker
1 Zitrone (Saft und Schale)
1 Orange (Saft und Schale)
1 Stück Zimtstange
2 Nelken
Alle Zutaten in einem Topf langsam erhitzen (nicht kochen!) 5 cl Calvados zuletzt in den heißen Punsch geben und nochmals abschrecken, evtl. nachsüßen. Den Punsch durchsieben und in hitzefeste Gläser servieren.
Ganz besonders lecker schmeckt der Punsch, wenn man noch 1 - 2 in lauchwarmen Wasser verquirlte Eigelbe hinzufügt. Danach aber nicht mehr aufwärmen!






