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Die neue Heimat des Kärwavereins

    

 

Nachdem sich im Frühjahr 2008 in den mittlerweile leer stehenden Räumlichkeiten des alten ATV Nürnberg in der Wallensteinstraße einige Personen aus dem Kreis der Großreuther Kärwagemeinde trafen, um nach beinahe 30 Jahren als „Privatkärwa“ und „losem Mitgliedersystem“ einen Verein zu gründen, hätte wohl niemand erwartet, dass man binnen 2 Jahren eine derart positive Entwicklung verzeichnen können wird. War der hauptsächliche Beweggrund der Vereinsgründung eigentlich die Tatsache, dass wir im Jahre 2009 zum ersten Mal an dem Punkt angekommen waren, eine Kärwa auf städtischem Grund ausrichten zu müssen und unsere damit verbundene Hoffnung, als juristische Person ein Verhandlungspartner der Stadt Nürnberg, Feuerwehr etc. zu sein, so konnten wir als positiven Nebeneffekt einen für unsere Verhältnisse erfreulichen Mitgliederboom verzeichnen.

Hatte man vor der Vereinsgründung über viele Jahre hinweg immer einen Kern von durchschnittlich 40 Personen, so konnten wir nun binnen 2 Jahren einen Mitgliederzuwachs auf über 100 Personen verbuchen. Dies macht uns durchaus stolz, zeigt es uns ja auch auf, dass doch wesentlich mehr (Großreuther) Bürgerinnen und Bürger hinter den Boum und Madla, bzw. hinter der Kärwa im Allgemeinen stehen, als wir bisher vermuteten.

Im August 2009, nur einen Monat nachdem die erste Kärwa auf städtischem Grund erfolgreich über die Bühne gebracht wurde, kamen wir durch Zufall, und dank des Engagements von Fritz Pawlitzki, als Mieter in die nahe dem neuen Kärwa-Platz gelegene Scheune. Auch hier hätte wohl niemand daran gedacht, dass sich nun binnen relativ kurzer Zeit, daraus etwas entwickeln sollte. Als wenn es das Schicksal gewollt hätte, fand der ATV, nur wenige Tage nachdem wir die besagte Scheune gemietet hatten, einen Käufer für das Gelände an der Wallensteinstraße.

Da wir im Kärwaverein einige Aktive vom ATV Frankonia haben, bekamen wir aus erster Quelle mitgeteilt, dass ein spontaner Verkauf von Einrichtungsgegenständen stattfinden sollte. Hier schlugen wir nun prompt zu und dürfen nun seither u.a. die komplette alte Bar und weitere Utensilien des traditionellen Kegelkellers unser Eigen nennen. Angespornt durch diese äußerst g l ü c k l i c h e n Einkäufe zu günstigen Preisen, entschloss man sich „richtig was aus der Scheune zu machen.“ Nach einigen Wochen stand, durch den Umbau der Scheune, ein seit Jahren gewünschter „Clubraum“ zur Verfügung, der dank seiner Größe auch noch als Lager- und Arbeitsraum für unser Zubehör und die Arbeitsdienste herhalten kann.

An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal bei den Nachbarn unserer Scheune für ihr Verständnis bedanken, da nun doch schon die eine oder andere Feierlichkeit in unserer
Vereinsscheune stattfand. Seit wir mit nahezu allen Angelegenheiten den Verein bzw. die Kärwa betreffend in unsere Scheune abgewandert sind, sei es das normale Kärwatreffen, regelmäßige Scheunenabende mit Kicker, Dart etc. oder einfach nur der anfallende Arbeitsdienst, kann man auch eine stärkere Bindung und wachsende Kameradschaft untereinander beobachten. Sogar bisher eher zurückhaltende Mitglieder sind offener geworden. Wie wir schon Jahre vorher vermuteten, fehlte uns bis dato einfach ein unabhängiger Anlaufpunkt, welchen wir nun endlich haben.  

 

 

Was den Verein betrifft, sind wir auf dem richtigen Weg. Nun hoffen wir natürlich, dass das Wichtigste, unsere Kärwa, sowie die Kirchweihen unserer Nachbarn in Kleinreuth und Gebersdorf, noch viele Jahre bestehen werden und ein zu heißer Juli 2010, bei dem uns die Hitze und die WM viele Besucher kosteten, eine Ausnahme bleiben wird.